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Nach den Wunden des zweiten
Weltkrieges war der Wille wieder da, sich zu sammeln und zusammenzufinden
zu einer neuen Gemeinschaft. Immer stärker wurde das Verlangen nach
Wiedergründung des alten "Verein Berliner Köche", immer
nachhaltiger die Forderung nach einem Zusammenschluss aller Köche.
Es ist
das unumstrittene Verdienst des Kollegen Dietmann, den ersten großen
Schritt in dieser Richtung getan zu haben. Die von ihm unter persönlichen
Kosten einberufene Versammlung am 19. Mai 1947 im Landwehr-Casino am Zoo
fand in den Kollegenkreisen lebhaften Widerhall und war überaus stark
besucht. Auch die Kollegen Voigt und Schilling verdienen, in diesem
Zusammenhang für das Zustandekommen eines KöchVereins genannt zu
werden.
Nach Überwindung größter
Schwierigkeiten und dem Hin und Her an
Eingaben, Erläuterungen, Fragebogen - Beantwortungen, eidesstattliche
Erklärungen, viersprachigen Übersetzungen, Einsprüchen und notwendigen
Gutachten, bei denen der Kollege R. Schulz wieder in hervorragendem Maße
beteiligt war, kam dann endlich am 1. März 1948 der erste Sektorale
Berliner Köche - Verein zur Neugründung.
Es war das Verdienst des
Kollegen Rudolf Voigt, dank seiner Initiative, diesen ersten Berliner Nachkriegs -
Köche - Verein mit offizieller Genehmigung ins Leben gerufen
zu haben. Er trägt stolz die Nr. 1 des neuen Vereins.
Die bedeutungsvollen Genehmigungsdokumente vom 22. 01. 1948 und 14. 06. 1948 tragen die Namen
der Kollegen Rudolf Voigt, Herbert Rustemeyer, Bruno Wehn, Karl Geisler,
Fritz Lehmann, Walter Janietz und Fritz Becker.
Nach zweijähriger Führung
des Vereins gab dann Kollege Rudolf Voigt den Vorsitz an Kollegen Otto
Schilling ab.
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I
m Jahre 1952 übernahm der
Kassierer Walter Janietz die
Führung des Vereines, den er 20 Jahre leitete. Walter Janietz übergab
den Vorsitz Kollegen Oberstudienrat Jürgen Goedicke. Dieser führte die
Vereins- geschäfte bis 1978. Als Nachfolger kam Küchenmeister Peter Mans.
Bis 1980 führte er mit Geschick den Verein. 1980 wurde ich, Peter
Mahler, von den Mitgliedern des Vereins Berliner Köche 1841 e.V. als 1.
Vorsitzender gewählt.
Allen meinen Vorgängern möchte ich meine
Hochachtung aussprechen. Denn nur wer einmal solche Aufgaben übertragen
bekommen hat, kann einschätzen welches Engagement und persönlicher
Einsatz erbracht werden müssen.
Seit 1997 ist der
Küchenmeister Thomas Jarocki in Amt und Würden als 1. Vorsitzender des
Vereins.
Soviel man auch in alten
Protokollen, Briefen und Almanachen herumblättert, nirgends findet man
Worte der Politik, rassischer, sozialer oder wirtschaftlicher Fragen.
Sie gehören eben nicht in den Verein, der sich das Fachliche als
Ausschließlichkeit und oberstes Gebot auf das Banner schrieb.
Von 1841
bis heute stets scharfe Trennung des Persönlichen vom Berufsmäßigen,
wobei die Unterstützung der in Not geratenen Kollegen nur als eine
ungenannte Ehrenpflicht zur Kenntnis zu nehmen ist.
Von 1841 bis heute
nur Kochkunst und Geselligkeit, von Bischkoff bis Mahler.
Mögen diese
Grundsätze auch weiter hin in den "Verein Berliner Köche 1841
e.V." alle Kolleginnen und Kollegen unabhängig ihrer
wirtschaftlichen Position zusammenfinden als Köche - nur als Köche.
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