Verein Berliner Köche 1841 e.V.

Küchenmeisterinnung zu Berlin

Verein Berliner Köche 1841 mit Küchenmeister - Innung zu Berlin e.V.

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…. Ein jagdlicher Ausflug

Rund 40 Vereinsmitglieder und deren Gäste machten sich auf zu Ihrem Herbstausflug 2010.

> HA LA LI < wurde am 16. Oktober 2010 um 8:30 Uhr geblasen bzw. gepfiffen, was nichts anderes bedeutete als das wir losfahren wollen.

Organisiert von unserem Obermeister und Reisemarschall Bernd Gutschow machten wir uns mit einem gemieteten Bus der Fa. BVB auf den weg in die Baumgatener Heide.Um es vorweg zu nehmen, diesmal war „Petrus“ nicht unbedingt mit uns. Leider begleitete uns den ganzen Tag ein harscher, kalter Wind mit unangenehmen Nieselregen. Dennoch ließen wir uns nicht die Stimmung trüben und genossen die fahrt ins Umland. Schon nach einer ¾ Stunde waren wir an unseren ersten angekündigten Stopp in Gransee.

Dort, auf dem Schinkel – Marktplatz steht das Luisendenkmal. Wir erfuhren, dass auf den langen Weg nach Berlin, 1810 war es, hier die verstorbene Königin für eine Nacht aufgebahrt wurde. Um Ihr zu gedenken wurde von Schinkel ein Sarkophag entworfen der von der königlichen Eisengießerei so umgesetzt wurde als das die Königin hier begraben sei.

Erwähnen möchte der Schreiber, dass unsere erste Kaffeepause anstand. Gesagt getan, frischer Kaffee und kleine Kuchen luden zu einer kleinen Pause ein. Da der Wind uns kalten Regen in die Gesichter blies, musste der Reisemarschall erst gar nicht die Trillerpfeife in den Mund nehmen, um uns in den Bus zu bekommen denn wir saßen schon alle. Durchgezählt und fertig zur weiterfahrt.

Nun ging es in das Märkische Dorf Baumgarten. Dort angekommen wurden wir im Cafe und Restaurant „Märkischer Waidmann“ schon erwartet und von dem Besitzer und Kollegen Lutz Koch auf herzlichste begrüßt. Er stellte sich und seine Lokalität kurz vor und wünschte uns zu dem folgenden waidmännischen Mittagessen guten Appetit.

Begonnen wurde mit einer kräftigen, schmackhaften Kürbissuppe darauf folgte ein Braten von Hirsch u. Wildschwein mit herzhaften Rotkohl und erstklassigen Thüringer Klößen.

Das Dessert genießen wir später.
Nach einem Absacke, Cappuccino oder Espresso wurden wir von dem Kollegen Lutz Koch mit einem recht zünftigen „HA LA LI“ aufgefordert uns mit unseren vollen Bäuchen zu erheben, in den Bus zu steigen um uns auf zu unseren nächsten Programmpunkten zu machen.

Der Kollege Lutz Koch nicht nur guter Koch- erwies sich auch als bestens informierter Reiseleiter.
Der Bus gestartet, ging es in den Nachbarort nach Meseberg. Dort steht das aufwendig restaurierte Schloss Meseberg, welches heute als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland genutzt wird. Da das Wetter (wie erwähnt) nicht das Beste war, wurde uns viel Wissenswertes aber auch wie viel Aufwand bei Staatsbesuchen betrieben wird im Bus erklärt. Gott sei dank, bei der Kälte.

Nur einmal um die Kurve gefahren mussten wir dann aber doch mal eben den Bus verlassen um die kleine Dorfkirsche von Meseberg zu besichtigen. Das bemerkenswerteste der Dorfkirsche ist das über 5 Meter lange Gemälde der Gutsbesitzerehepaar von der Groeben mit Ihren 17 !!!! Kindern. Die Orgel der Kirsche wurde 2002 aufwendig repariert und restauriert mit der dann auch „Musik in Meseberg“ als alljährliches kulturelles Highlight gegründet wurde. Der Reiseleiter Assistent leitete uns dann noch hinter das Schloss Meseberg zum Huwenow See. Der See ist mit einem wunderschönen Wanderweg umgeben und ladet bei schönem oder auch nicht so regenreichem Wetter zu einem schönen Spaziergang ein. Der See verfügt auch über einen reichlich Fischbestand der darauf wartet geangelt zu werden.

Schnell zurück in den warmen Bus und am besten gleich zum Kaffee trinken. Denkste sagt der Berliner, vorbei am Restaurant, mit 3-mal hupen – damit der Kaffee aufgesetzt werden kann- zu unserer nächsten Überraschung. Alle aussteigen, den Weg folgend bis zur Überraschung!! Auf einer Lichtung erwartete uns ein Lagerfeuer mit einem heißen wohl schmeckenden Glühwein. Genau richtig zu diesem Zeitpunkt. Um uns die Jagd näher zu bringen, erwarteten uns noch die Jaghornbläser der Dörfer Baumgarten und Meseberg. Die Jagdhornbläser bliesen verschiedene Jagdhornsignale die da heißen Begrüßung, Hirsch tot, Fuchs tot, Jagd vorbei und zum Essen. Nach dem uns das erklärt wurde dauerte es auch gar nicht lange das wir zum Bus stürmten und recht schnell an die Kaffeetafel wollten. Gesagt, getan saßen wir 10 Min. später wieder im „Märkischen Waidmann“ an der gedeckten Kaffeetafel. Es gab einen sehr wohlschmeckenden gedeckten Apfelkuchen mit Schlagsahne und dazu einen richtig heißen Kaffee oder Tee der uns zur richtigen Zeit wärmte.

Unser Kollege und Gastwirt des Hauses bot uns dann noch seine Hausgemachten Wurst und Schinken Spezialitäten zum Kauf an, die bei uns großen Anklang fanden und für prall gefüllte Einkaufsbeutel sorgten.

Bei guter Unterhaltung, geselligen beisammen sein und vielen Gesprächen verging die Zeit der Gemütlichkeit wie im Fluge. Als der Pfiff ertönte wusste jeder das es Zeit wird die fahrt nach Hause an zu treten.

Bezahlt, bedankt und im Gästebuch des Cafe & Restaurant „Märkischer Waidmann“ verewigt machten wir uns auf den Weg in Richtung Berlin zu unserem Abfahrtspunkt nach Lichtenrade.

Aber halt!!- noch eines ist zu bemerken, der Reisemarschall hat noch eine besondere Überraschung, er hat es nicht vergessen das immer nochmals eine Pause vor Berlin gemacht wird um die heißen Wiener Würstchen zu genießen auf die alle schon gewartet haben.

Während der Rückfahrt wurde für unseren Busfahrer gesammelt der das Trinkgeld mit einem herzlichen Dankeschön entgegen nahm und uns bestens wieder nach Hause brachte. Mit großer Zufriedenheit verabschiedeten sich alle mit einander auf ein baldiges Wiedersehen zur Monatsversammlung im November oder zum Jahresabschluss der Weihnachtsfeier des Vereins.

tz

 

 

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Stand: 21. November 2010