Berliner Köche auf Reisen!
„Hoher Fläming wir kommen“
Nach
einem Jahr Pause gingen der Verein Berliner Köche 1841 mit der
Küchenmeisterinnung zu Berlin wieder auf Reisen.
| Ein
Tagesausflug in den „ Hohen Fläming“ war angekündigt der dann am
24.Mai 2008 um 8.00 Uhr mit einem gemieteten Bus der Firma BVB
von Berlin Lichtenrade aus startete. Angekündigt war
Landwirtschaftliches, Hölliges aber auch Stahlhartes sowie etwas
Heiliges. |
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Nach gar nicht all zu langer Fahrt
erreichten die Mitglieder und Gäste – an der Zahl 40- des Vereins ihren
ersten Ausflugspunkt im Landkreis Potsdam-Mittelmark das „Gut
Schmerwitz“.
Dort erwartete uns schon die
Geschäftsführerin des Gutes, Fr. Neumann. Mit sach- und fachkundiger
Auskunft wurden wir über das Gut, die Feldwirtschaft, artgerechter
Tierhaltung sowie der Vermarktung der produzierten Produkte informiert.
„Gut Schmerwitz“ steht für ökologische Produkte die natürlich und gerade
für uns Köche interessant sind. Leider mussten wir aber auch erfahren,
wie viel Idealismus man haben muss um auf dem Markt zu bestehen und sich
den Glauben an das Erarbeitete nicht kaputt machen zu lassen. Nach der
Besichtigung der Stallungen von Schafen und Hühnern dauerte es auch gar
nicht lange bis plötzlich der Pfiff unseres „Reisemarschalls“ Bernd
ertönte. Vermisst wurde er schon der „Pfiff“ denn bereits seid Jahren
ist unser Obermeister der Küchenmeister Innung der Reiseorganisator und
damit der Reisemarschall unser Ausflugsschar.
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Wieder ertönte der Pfiff denn die
Zeit drang, nun kam er der zweite Anlaufpunkt unseres Ausfluges es ging
in die „Alte Hölle“. Das war auch gut so, denn unser Knurren in den
Tiefen unseres Bauches machte auf sich aufmerksam.
“Alte
Hölle“!!?? was uns da wohl erwartete?
Gutes Essen erwartete uns im
Waldhotel „Alte Hölle“ in Wiesenburg, OT Reetzerhütten, das uns von der
Chefin Frau Schmitz-Bienek und ihrem Team kredenzt würde.
Geschlemmt wurde gutbürgerlich,
- Wildschweinragout, Fasan, panierte Hähnchenbrust sowie Rotbarschfilet
kamen auf die Teller und dann in die hungrigen Mägen unser
Ausflugsschar. Selbstverständlich befeuchtete man auch die durstigen
Kehlen denn trockene Kehlen konnte man bei dem nächsten Abstecher nicht
brauchen.
„Auf“, mit einem Pfiff, zum
„Historischen Eisenbahnzug“ am Bahnhof Loburg. Kaum aus dem Bus
gestiegen wurde man wieder angetrieben, aber nicht vom Reisemarschall-
nein, sondern vom Signal der Lokomotive die zum Einsteigen befahl. In
liebevollen restaurierten Gesellschaftswagen fuhren wir von Loburg nach
Altengrabow und zurück. Während dieser schönen Fahrt durch Wald und Flur
entlang einer Bundesstrasse wurden wir im Buffetwagen des Zuges von vier
Damen der Dampfzug-Betriebs-Gemeinschaft e.V. herzlichst mit Kaffee und
Kuchen verköstigt. Gott sei dank wurde man ein wenig durchgerüttelt, so
dass die Fülle im Magen nicht spürbar wurde.
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Zurück in
Loburg, einen Katzensprung entfernt, konnten wir nun endlich
(wer nicht beim Laurentiustag dabei war) unseren Schutzpatron
„heiligen“. Wir hielten Einzug in die Kirche Sankt Laurentius.
Es folgte eine interessante, liebenswerte Geschichte über
Entstehung, Wiederaufbau, Umbau und Gefundenem vorgetragen von
der Diakonin Fr. Bräutigam. Mit Achtung verließen wir das
heilige Haus und jeder für sich dachte bestimmt nochmals an
unseren Schutzpatron den heiligen „Sankt Laurentius“. |
In den Bus gestiegen, Platz
genommen, angeschnallt einmal abgebogen, ein zweites mal abgebogen,
schon standen wir am letzten Besichtigungspunkt des Tages der Loburger
Brennerei. Empfangen wurden wir vom Geschäftsführer des Hauses Herrn
Kullmann.
Berichtet wurde nicht nur wie
die Brände gebrannt werden sondern auch Geschichtliches. So erfuhren wir
das im Jahr 1816 der Ur.Guts Besitzer J.- H.- Leberecht Pistorius die so
genannte Brennblase zum Patent anmeldete. Nach all dem Erzählten und
anstrengenden zuhören wurde es Zeit zum probieren!!Über Kornbrände &
Obstbrände, Kräuterlikören und feinen süßen aber auch scharfen Likören
konnten wir probieren und naschen. An Aufbruch war gar nicht zu denken
so schön und appetitlich waren die kleinen Absacker die zum Wohlbefinden
beitrugen.
Doch plötzlich wie soll es anders
sein, ertönte der Pfiff!! doch zum Aufbruch sollte dieser noch nicht
dienen, aber zum Zuhören sollte er mahnen, denn unser Reisemarschall und
Obermeister Bernd Gutschow bedankte sich recht herzlich bei der
Geschäftsführung und den beiden Damen des Hauses für die nette Betreuung
und Bewirtung. Dann wieder ein Pfiff der zum kurzen Einkaufen im
Hofladen diente aber auch zur Abfahrt mahnen sollte.
| Nach
kurzen durchzählen der Ausflugsschar startete unser Bus Richtung
Berlin. Plötzlich eine Lautsprecheransage unseres
Reisemarschalls der uns mitteilte, dass selbstverständlich ein
kleiner Abendimbiss vorbereitet ist. So stoppten wir an der
Raststätte Ziesar, packten Bouletten, Kartoffelsalat und
Getränke aus und griffen zum letzten mal mit Appetit zu. |
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Kurz vor Berlin verabschiedete
sich der Reisemarschall von der Ausflugschar sowie den Gästen und
bedankte sich mit einer Marmite bei unserem Busfahrer Eckhard, des BVB,
der uns mit einer Engelsgeduld in die tiefsten Ecken des „Hohen Fläming“
fuhr.
Eines möchte der Schreiber
nicht vergessen „ Wenn Engel Reisen“!! scheint bekanntlich die Sonne so
wie an diesem Tage für uns.
Danke auch an unseren
Obermeister Bernd Gutschow für seine tolle Organisation und Tschüß bis
zum nächsten Jahr.
Thomas Schultz (TZ)
Vorstandsmitglied
Köcheausflug in den Hohen Fläming, Samstag, den 24.
Mai 2008
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herzlich gedankt.
gez. Bernd Gutschow
Obermeister
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